Motorschlitten (auch Schneemobile, Schneescooter oder Ski-Doo), die Diesel-Huskys - sind aus den schneereichen Regionen der Welt nicht mehr wegzudenken und haben den Hundeschlitten als Transportmittel fast ersetzt. Als Arbeitsgerät in der Forstarbeit, Rentierzucht, in der Bergrettung und als Transportmittel in Skigebieten finden Motorschlitten Verwendung in ganz Lappland. In Norwegen, Schweden und Finnland sind Motorschlitten die nützlichen Werkzeuge, wie einst die Huskys, wenn mit dem Auto kein Durchkommen mehr ist.
Aber auch als Sportgerät erfreuen Motorschlitten sich in Lappland großer Beliebtheit. Dabei verlangt die Handhabung des Motorschlitten einiges Geschick und Konzentration. Ein Motorradhelm und warme Winterkleidung sind ein unbedingtes Muss bei jeder Fahrt. Dann kann man die Weite der Winterlandschaft in Lappland in einem atemberaubenden Tempo von über 100 km/h (nur für Profis) an sich vorbeiziehen lassen. Wer es gemütlicher mag steigt auf den Hundeschlitten um und erobert Lappland etwas langsamer.
Geschichte
Das erste serienreife Motorschlitten-Modell stammte von dem Kanadier Joseph-Armand Bombardier. Er konnte 1937 12 Stück des Modells B7 verkaufen. Die Idee zu seinem kufengelenkten Fahrzeug, bei dem die Motorkraft durch eine Kette übertragen wurde, entwickelte er bereits in jungen Jahren. Zusätzlich angetrieben wurde der Erfinder vom frühen Tod seines Sohnes der wegen eines Schneesturmes nicht rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht werden konnte.
Beflügelt durch den Erfolg seiner Erfindung gründete Joseph-Armand Bombardier 1942 das Unternehmen L'Auto-Neige Bombardier Limitée heute einfach Bombardier, mit über 50.000 Mitarbeitern einem der größten Produzenten im Flugzeug- und Schienenfahrzeugbau.


