Geschichte der Schlittenhunde

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Schlittenhunde - Information - Geschichte

Schlittenhunde - Information - Geschichte
 

Der Husky als Arbeits- und Lastentier

Schon vor mehr als 4.000 Jahren wurden in Sibirien Huskys zur Fortbewegung mit dem Hundeschlitten benutzt. Die Volksstämme der Samojeden, Korjaken und Tschuktschen sowie einige andere nomadische Völker nutzten die genügsamen Huskys auf ihren ausgedehnten Jagdreisen mit dem Hundeschlitten in der ewigen Weite der arktischen Regionen. Auf ihren Wanderungen brachten sie die Huskys und die Hundeschlitten auch in andere Teile der nördlichen Halbkugel, vor allem aber über die Beringstraße nach Alaska und in das übrige Nordamerika.

Jahrtausende alte Felsmalereien zeigen Nomadenjäger mit Hundeschlitten. Diese Nomaden folgten den Renntierherden über weite Strecken über das Eis der Arktis. Ihre Hunde, die ursprünglich Jagdhunde waren, wurden zu Zugtieren, Sie halfen ihnen, mit dem Hundeschlitten Lasten über weite Strecken schnell und zuverlässig zu ziehen.

Da Huskys sowohl wolfsähnliches als auch wolfsgleiches Verhalten zeigen, lässt sich ihre Verwandtschaft mit diesen Tieren nicht leugnen. Durch die ausgeprägten Verhaltensweisen wie Jagdtrieb und Rudeleigenschaften mit einer natürlichen Hierarchie innerhalb des Rudels eignen sich Huskys hervorragend zum Zusammenspannen vor dem Hundeschlitten. Genau diese Eigenschaften haben die Nomaden erkannt und genutzt.

Außer den Nomaden und Eskimos lernten auch die Goldsucher in Alaska die Kraft und Ausdauer der Huskys zu schätzen. Nach unseren heutigen Maßstäben war diese Arbeit, die sie sowohl bei eisiger Kälte als auch in den Sommermonaten vor dem Hundeschlitten verrichteten, zwar Tierquälerei. Es zeigt aber deutlich, zu welchen Leistungen die Huskys fähig sind. Sie verrichten ihre Arbeit beim Ziehen von Lasten auf dem Hundeschlitten über weite Strecken.

Hundeschlitten-Touren und Schlittenhunde-Rennen

Wenn man den Aussagen der Musher (Schlittenhundeführer) glauben darf, sind ihre Huskys die stärksten, ausdauernden, intelligentesten und schnellsten Tiere. So kam es zu den ersten Schlittenhunde-Rennen, wo es diese Aussagen zu beweisen galt. Man beschloss ein Rennen von Nome nach Candle und zurück. Die Strecke betrug 650 Kilometer.

Heute nutzt man die Huskys und Hundeschlitten nur noch selten für das Zurücklegen von Strecken und Ziehen von Lasten. An ihre Stelle sind die modernen Motorschlitten getreten. Mit den Huskys werden heute die berühmten Rennen gefahren. Nicht nur in Alaska, Schweden und Norwegen finden diese statt. Auch kann man sich in Deutschland, der Schweiz oder Österreich Hundeschlitten-Rennen anschauen. Besonders reizvoll ist es heute, einen erlebnisreichen Urlaub mit den treuen Huskys auf einer Huskytour zu unternehmen. Zurück zu den Ursprüngen können Sie eine Hundeschlitten-Tour in Schweden, Norwegen, Finnland, aber auch Kanada und Alaska erleben.