Rentierschlitten

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Sportarten - Rentierschlitten

Sportarten - Rentierschlitten
 

Rentierschlitten - Informationen zu den Rentieren

Rentierschlitten sind neben den Hundeschlitten das traditionelle Transportmittel in Lappland. Auch wenn er heute keine wirkliche Bedeutung mehr als Lastenträger hat, ist er bei Touristen sehr beliebt, die darauf Lapplands Geschichte hautnah erleben können.

Rentiere – mit wissenschaftlichem Namen ‚rangifer tarandus' – sind die einzige domestizierte Hirschart in Lappland. Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen ein Geweih. Das ist notwendig, um im tiefen Schnee Lapplands und Kanadas nach Essbarem zu graben. Auch durch ihre besonders breiten Hufe, die für einen sicheren Stand sorgen, durch stark behaarte Nasenlöcher, kleine Ohren und ein dickes Fell sind Rentiere an die extremen Temperaturen Norwegens, Finnlands und Nordschwedens angepasst.

In den kalten Regionen von Lappland, Asien und Nordamerika sind verschiedene Arten der Rentiere beheimatet. In Nordamerika heißen sie Karibu. Auf der Suche nach Futter legen die geselligen Rentiere in großen Herden weite Strecken zurück. Bis zu 1000 km trennen die Sommer- und Winterplätze. Damit sind Rentiere die mobilsten Landsäugetiere der Welt. Ihre Hauptnahrung besteht je nach Saison aus Blättern, Kräutern, Beeren, Pilzen und Flechten, die sie in den weiten Ebenen Lapplands im Sommer reichlich finden.

Die Brunftzeit der Rentiere in Lappland dauert von August bis November. Danach werfen die Rentierbullen ihr Geweih ab, wohingegen die Weibchen ihr Geweih zum Schutz der Gruppe und als Vorteil bei der Nahrungssuche behalten. Nach sieben Monaten kommen die Rentierkälber zur Welt. Mit fünf Jahren sind Rentiere ausgewachsen und können bereits ein Gewicht von bis zu 300 kg erreichen. Ihre Lebenserwartung beträgt etwa 12 Jahre.

Als Nutztier finden Rentiere vielfältige Verwendung, z. B. als Zug-, Last- und Reittier oder als Fleisch- und Milchlieferant. Auch die Felle und Geweihe der Rentiere sind von kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung. Besonders die Ureinwohnern von Lappland, die Samen, produzieren vielfältige Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus diesen Materialien. Gefahren drohen Rentieren in Lappland neben dem Verlust ihres Lebensraums durch den Menschen vor allem durch Raubtiere wie den Wolf.