Huskytour in Ivalo
5 Tage Huskyerlebnis in Finnland

Erleben Sie die traumhafte Winterlandschaft Finnisch-Lapplands vom Hundeschlitten aus. Lauschen Sie dem Geräusch der Hundepfoten, während die Hunde Sie durch die unberührte Wildnis ziehen.
Das ist die traditionelle Art in Skandinavien zu reisen!
Genießen Sie die Ruhe und Weite der Natur und entspannen Sie in der wohligen Sauna. Gemeinschaftlich tragen Sie zu einem sehr angenehmen Aufenthalt in den Unterkünften bei, holen Wasser oder vergessen den Alltag beim Holzhacken.
Entdecken Sie die Langsamkeit fern von Hektik und Stress neu!
Reisebewertung
Hallo,
wie versprochen hier ein paar Anmerkungen zur Tour. Zunächst kann man
festhalten, dass die Tour ein unvergleichliches Erlebnis ist… ein großes
Lob an Sie und besonders an das Team der Kamisak-Farm in Ivalo, für die sehr
professionelle Durchführung der Tour. Unser Guide Mika sorgte immer für eine
sehr angenehme und persönliche Atmospähre und so war es ein großes Vergnügen
mit den Huskys unterwegs zu sein. Das Leben mit den Hunden während der Tour
kann man nicht in 2-3 Sätzen beschreiben, vielleicht nur so viel: man
verläßt “seine” Hunde am Ende der Tour wirklich sehr schweren Herzens.
Viele Grüße aus Berlin
Thomas Mendel
Hyvä Ystävä Scandtrack-team
Hier ein kurzer Reisebericht unserer Erlebnisreise aus dem Finnisch Lappland vom Januar 2008.
Nach planmässigem Flug sind wir glücklich im freundlichen Ivalo Airport gelandet, bei winterlichen Verhältnissen, versteht sich. Der Bus-Chauffeur brachte uns, nach schneller Fahrt auf eisiger Strasse, sicher zu unserem Hotel Kieppi in Sarisälkää.
Anderntags wurden wir Frauen pünktlich um 8.20 Uhr vom Taxidienst noch bei tiefer Dunkelheit abgeholt und zur Husky-Farm „Kamisak” nach Ivalo gebracht.
Dort angekommen begrüssten uns mit freudigem Gebell all die Huskys in ihren Zwingern. Da staunten wir nicht schlecht über die grosse Anzahl; 96 Huskys leben auf der Farm (und noch 4 supersüsse kidies)
Nach kurzer Begrüssung mit unserem Guide und Overal/Stiefel Fassung, lauschten wir gespannt den Instruktionen unseres Guides. Vor lauter Hundegebell konnten wir einander fast nicht verstehen. Und dann gings schon los.
Mit Herzklopfen und weichen Knien standen wir auf unseren Schlitten und liessen uns von den topmotivierten Vierbeinern in die tief verschneite Winterlandschaft entführen. Jetzt hörten wir nur noch das Hächeln der Hunde und den Motor, der sich immer weiter entfernenden Motorschlitten unserer Guides.
In der vorgefahrenen Spur folgten wir dem Scooter und beobachteten ständig unser Husky-Gespann, damit sich ja die Leinen nicht „verhäddern”. Nicht alle kamen gleich schnell voran; einige Paare teilten sich den Schlitten und so hatten die Hunde mehr Last zum ziehen.
Während wir so dahin glitten blieb auch Zeit, die scheuen Rentiere in freier Wildbahn zu beobachten. Das war sehr speziell und einmalig. Fast etwas mystisch standen die braunäugigen Tiere zwischen den Tannen und staunten regungslos in unsere Richtung.
Mittags machten wir Rast. Unsere Guides entfachten im Nu ein wärmendes Feuer mit trockenem Pinienholz, welches sie auf ihrem Schlitten mitführten. Bald kochte die Hühnchensuppe und der Kahavi (=Coffee) für uns. Brot, das feine, dunkle Ruisleibkä mit Wurst und Käse durfte nicht fehlen. Wir wärmten uns dankbar am Feuer auf, während sich die Hunde friedlich im Schnee ausruhten.
Nach dem Mittagslunch trennten wir uns von den 4 Pärchen und meine Tochter und ich machten uns mit dem Guide, seinem „Schneetöff” samt Schlitten mit all dem Gepäck für die nächsten Tage und unserem 6-er Husky-Team auf den Weg.
Wieder war der Start aufregend und hektisch. Nach kurzer Zeit hatten wir uns alle beruhigt und gleichmässig zogen wir über gefrorene Seen und durch die weiten Wälder. Birken, Pinien und Tannen wechselten sich ab. So langsam fühlten wir uns sicherer auf den Kufen und gewannen auch schnell die Freundschaft der Hunde. Täglich legten wir bis zu 32 Km zurück bei bis zu minus 22°C. An klaren Tagen zeigte sich der Morgen in zauberhaften rosa-blau Tönen, bis sie sich dann mit dem Licht der Sonne verflüchtigten.
Nach 15.00 Uhr begann es bereits zu dämmern. Am Zielort angekommen und müde vom Schneetreiben und den vielen Eindrücken vom ersten Tag entluden wir unsere Schlitten, „entschirrten” die Huskys und legten die Vierbeiner genau der Reihe nach an ihre Ketten im Wald.
Unsere gemütliche Wildnishütte musste jetzt tüchtig eingefeuert werden! Unser Guide entfachte als Erstes ein wärmendes Feuer im Ofen, ebenso im urigen Sauna-Häuschen. Jetzt hiess es Wasser an der Quelle holen, Hundefutter zubereiten (war gar nicht so einfach, das 12 Kg gefrorene Fleisch in gleich grosse Stücke zu hacken!!) und unser Nachtmahl zubereiten. Um 17.00 Uhr freuten sich unsere Huskys wie wild über ihre, von uns zubereitete Mahlzeit! Mit dem kochenden Wasser, welches wir aus dem Sauna Wasserkessel schöpften, übergossen wir zuvor die gefrorenen Fleischbrocken, welche sich dann allmählich auflösten (Eine gute Sache, heisses Wasser für alles Mögliche bereit zu haben).
Der Abwasch des Hundegeschirrs war schnell erledigt. Die blitz-blank sauber ausgeleckten Behälter stellten wir einfach ineinander und trugen sie zurück zur Hütte für die nächste Mahlzeit am anderen Morgen.
Zurück von der „Raubtierfütterung” stieg uns bereits der feine Duft unseres Nachtessens in die Nase; dieses hat unser liebenswürdiger Guide zwischenzeitlich professionell für uns alle zubereitet, im hellen Schein des Kerzenlichts. Natürlich waren die Portionen riesig und wir konnten nicht alles bewältigen. Umso besser! Der Rest unserer Mahlzeit kam in einen Kessel für unsere Huskys am anderen Tag; das freute uns natürlich. Während der Mahlzeit konnten wir uns etwas besser kennen lernen, indem wir gegenseitig aus unserem Alltag berichteten; das war interessant und wir übten uns erneut in der englischen Sprache.
Bald war die Küche aufgeräumt und zum „Dessert” durften wir die dampfende Sauna geniessen, ein herrlicher Moment! Noch etwas verspannt von den Anstrengungen und der Kälte des Tages genossen wir umso mehr die wohltuende Wärme! Herrlich, und das mitten im Wald.
Warm angezogen verabschiedeten wir uns nochmals von unserem quirligen Hundeteam und schlüpften dann zufrieden und voller Eindrücke in unseren Schlafsack. Ein gutes Gefühl, beim knisternden Feuer, welches bis tief in die Nachtstunden brannte, in der schützenden Hütte einzuschlafen. Wir träumten von unseren Huskys Oggla, Dielku, Hapro, Karru, Tuvak, Julia, Orphelia, Casa, Blanca und wie sie alle heissen und werden sie nie vergessen!
Das Einzige, was wir nicht erlebt haben, war die Beobachtung der Nordlichter. Dies wird wohl mit ein Grund sein, eines Tages wieder in den hohen Norden zu reisen.
Hei Hei
Franziska und Livia Anner
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